Einige neue Gesetze und gesetzliche Änderungen ab 01.01.12

29.12.2011

Familienpflegezeitgesetz:

Beschäftigte können zur Pflege ihrer Angehörigen ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit in der Pflegephase auf 50% erhalten die Beschäftigten weiterhin 75% des letzten Bruttoeinkommens.Später müssen sie dann wieder voll arbeiten, bekommen in diesem Fall aber weiterhin nur 75% des Gehalts – so lange, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist.

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BVerfG: Geringverdienende Personen müssen keine GEZ zahlen

28.12.2011

Liegen Sozialhilfeempfänger/innen, Arbeitslosengeld II Bezieher/innen mit Zuschlag, Rentner/innen oder geringverdienende Personen nur knapp über dem Existenzminimum, darf die Entrichtung der Rundfunkgebühr nicht dazu führen, dass sie unter das Existenzminimum fallen. Andernfalls müssen sie von der Gebühr ganz oder zumindest teilweise befreit werden.

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BSG: Persönliches Budget für Berufsbildungsbereich auch außerhalb der WfbM

06.12.2011

Leistungen der Bundesagentur für Arbeit für den Berufsbildungsbereich der  Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM), können, wenn sie in Form des Persönlichen Budgets gemäß § 17 SGB IX beantragt werden, von der leistungsberechtigten Person auch außerhalb einer anerkannten WfbM für eine anderweitig organisierte Aus- und Weiterbildung verwendet werden.

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LSG Baden-Württemberg: Wartungskosten für Treppenlifter

11.11.2011

Bei Wartungskosten für einen Treppenlifter handelt es sich nicht um Folgekosten für ein Pflegehilfsmittel, sondern um eine Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, bei welcher der Höchstbetrag von EUR 2.557,00 zu beachten ist.

LSG Baden-Württemberg Urteil vom 10.6.2011, L 4 P 2397/10

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Pfändungsschutzkonto eröffnen !

25.10.2011

Ab 1.1.2012 entfällt der bisherige  Pfändungsschutz für Sozialleistungs-Gutschriften nach § 55 SGB I. Eine Pfändung durch Gläubiger kann dann nur noch durch die Eröffnung eines Pfändungsschutzkontos verhindert werden.

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LSG Rheinland-Pfalz: Höhe des GdB bei Diabetes mellitus

22.09.2011

Ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 ist für an Diabetes erkrankte Menschen erst dann gerechtfertigt, wenn eine Insulintherapie mit täglich mindestens vier Injektionen erforderlich ist, wobei die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbständig variiert werden muss.

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Freifahrtregelung für Menschen mit Schwerbehinderung ab heute erweitert

01.09.2011

Ab heute können Menschen mit Schwerbehindertenausweis den gesamten Regionalverkehr in Deutschland kostenlos nutzen, wenn sie ein entsprechendes Beiblatt mit Wertmarke haben.

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BSG: Keine Pro-Kopf-Aufteilung der Unterkunftskosten

23.08.2011

Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 14.4.2011 (Az.: B 8 SO 18/09 R), das nun erst veröffentlicht wurde, entschieden, dass keine Pro-Kopf-Aufteilung der Unterkunftskosten erfolgt, wenn Leistungsberechtigte in Haushaltsgemeinschaft mit ihren Eltern leben und tatsächlich keine eigenen Einkünfte für die Unterkunft aufwenden, weil „aus einem Topf“ gewirtschaftet wird.

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Kabinett beschließt Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention

15.06.2011

Das Bundeskabinett hat am 15.06.11 den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behinndertenrechtskonvention beschlossen.Der Nationale Aktionsplan umfasst rund 200  Maßnahmen aus allen Lebensbereichen. Leitgedanke und zentrales Handlungsprinzip ist die Idee der Inklusion.

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Grad der Behinderung wird für Menschen mit Autismus neu ermittelt

08.06.2011

Die Versogungsmedizin-Verordnung, maßgebliche Grundlage zur Ermitttlung des Grades der Behinderung, ist zum 17.12.10 geändert worden. Erhebliche Änderungen sind u.a. hinsichtlich der Ermittlung des Grades der Behinderung bei Menschen mit Autismus eingetreten.

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Sozialämter stellen weiterhin bei den Familienkassen Anträge auf Abzweigung des Kindergeldes

10.05.2011

Eltern behinderter Kinder haben auch nach dem 25. Lebensjahr ihres behinderten Kindes einen Anspruch auf Kindergeld, wenn ihr Kind mit Behinderung sich nicht selbst unterhalten kann. Sozialämter in NRW gehen immer häufiger dazu über, bei den Familienkassen den Antrag zu stellen dieses Kindergeldes auf sie überzuleiten (sog. Abzweigung)

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Neues Webportal für hörgeschädigte Menschen

05.05.2011


Das neue Webportal "Information für gehörlose und schwerhörige Menschen mit zusätzlichen Handicaps" (www.imh plus.de) bietet Informationen rund um Ausbildung und Beruf. Themen sind unter anderem Kommunikationshilfen, Schule, Wege zum Beruf, Ausbildung, Weiterbildung.

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BFH: Behinderungsbedingte Umbaukosten als außergewöhnliche Belastungen

29.04.2011

Mit Urteil vom 24.02.11 hat der BFH daran festgehalten, dass Aufwendungen eines Steuerpflichtigen für die krankheitsbedingte oder behindertengerechten Gestaltung des individuellen Wohnumfelds als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG zu berücksichtigen sein können, und zwar auch dann, wenn die bauliche Gestaltung langfristig geplant wird (Az.: VI R 16/10).

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BSG: Rechtswidriger Ein-Euro-Job kann Anspruch auf Wertersatz begründen

18.04.2011

Das BSG hat mit Urteil vom 13.04.11 über die Rechtsfolgen eines rechtswidrigen Ein-Euro-Jobs entschieden (Az.: B 14 AS 98/10 R). Der Kläger machte gegenüber dem beklagten Jobcenter Wertersatz geltend für geleistete Arbeit im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit gegen Mehraufwandsentschädigung (sogenannter Ein-Euro-Job), bei der es nach den Feststellungen des LSG am Merkmal der Zusätzlichkeit fehlte.

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Regelbedarfsstufe 3 für Menschen mit Behinderung

01.04.2011

Mit dem Ende März 2011 rückwirkend zum 1.Januar 2011 in Kraft getretenen Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen wurde die sog. Regelbedarfsstufe 3 eingeführt.

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Gehörlosen Menschen wird Weg zum ärztlichen Notdienst erleichtert

24.03.2011

Gehörlose und schwer hörgeschädigte Menschen in Nordrhein-Westfalen können jetzt über eine landesweite Faxnummer Kontakt zum Notdienst der niedergelassenen Ärzte aufnehmen.

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LSG Rheinland-Pfalz: Selbstbestimmung behinderter Menschen hat Vorrang

22.03.2011

Eine Krankenkasse kann ein notwendiges Hilfsmittel nicht mit der Begründung ablehnen, der entsprechende Bedarf könne auch durch Pflegekräfte gedeckt werden.

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Anspruch auf Übernahme der Kosten für C-Leg gegenüber der Krankenkasse?

11.02.2011

Oberschenkelamputierte haben Anspruch auf eine technisch hochwertige prothetische Versorgung. Ob ein microprozessorgesteuertes hydraulisches Gelenk, mit dem ein variantenreiches Gehen wieder möglich sein kann (C-Leg), für einen Versicherten geeignet ist, muss aufgrund einer Prognose entschieden werden. Dabei ist der Aktivitätsgrad des Betroffenen sowie seine Fähigkeit zu berücksichtigen, die technischen Möglichkeiten beim Laufen umzusetzen.

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BSG: Privat krankenversicherte Bezieher/innen von AlG II haben Anspruch auf Beiträge in voller Höhe

09.02.2011

Das Bundessozialgerichts hat am 18. Januar 2011 im Verfahren B 4 AS 108/10 R entschieden, dass der als selbständiger Rechtsanwalt tätige und privat krankenversicherte Kläger im streitigen Zeitraum des Jahres 2009 von dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Übernahme seiner Beiträge zur privaten Krankenversicherung in voller Höhe verlangen kann.

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